Die Genießerregionen
24 ie kleine Schwarzwaldstadt Wolfach im mittleren Kinzigtal blickt auf eine 900-jährige Stadtgeschich- te zurück. Sie wurde von den Herren von Wolfach gegründet und später über etwa sechs Jahrhunderte hinweg bis 1806 vor allem durch die Einflüsse vom Haus Fürstenberg geprägt. In ihrer Blütezeit waren es die Flößerei, der Holzhandel und der Bergbau, die Wolfach auch Wohlstand brachten. Heute wird das Stadtbild Wolfachs neben den schönen Bürgerhäusern vor allem durch das Schloss und das histori- sche Rathaus bestimmt. Das 1671/81 von den Herren von Fürstenberg erbaute Schloss, in dem sich auch das Flößer- und Heimatmuseum befindet, ist mit seinen 110 Metern Länge eines der größten Schlösser Mittelbadens. Wolfachs Rathaus von 1893 mit den wunderschönen Fresken des einheimischen Kunstmalers Eduard Trautwein aus den Jahren um 1925 und seiner imposanten Sandsteinfassade ist das Juwel der Wolfacher Hauptstraße. Hier befindet sich auch die Tourist-Information der Stadt Wolfach. In Wolfachs beiden Stadtteilen Kirnbach und Kinzigtal ist – im Gegensatz zum geschäftlichen Treiben in der Innenstadt – ein reges Vereinsleben mit viel Landliebe und Heimatgefühl. Alte, schmucke Bauerntrachten, darunter auch die bekann- teste unter ihnen, die Bollenhuttracht aus Mitte des 18. Jahr- hunderts, werden hier selbstbewusst und engagiert am Leben erhalten. Der rote Bollenhut hat als Kopfbedeckung und Botschafter des Schwarzwaldes längst weltweit Bekanntheit erlangt, obwohl er nur in den Kinzigtalgemeinden Gutach, Kirnbach (Wolfach) und Reichenbach (Hornberg) getragen wird. Der traditionelle Trachtenhut aus Stroh mit elf roten oder D Wolfach – mitten im Schwarzwald
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