Die Genießerregionen
175 Die herausragenden Weinlagen der Ortenau befinden sich an den steilen Süd- und Westhängen des Schwarzwaldrandes und in den unteren verschiedenen windgeschützten Tälern: Bühlertal, Achertal, Renchtal und Kinzigtal. Die Rebböden sind meist aus Granit, Gneis und Buntsandstein, die die reichlich vorhandenen Niederschläge gut aufnehmen und speichern können. Die Ortenau ist unter den badischen Weinanbaugebieten dasjenige mit der höchsten Nieder- schlagsrate, was sich jedoch aufgrund der wasserdurchläs- sigen Gesteinsverwitterungsböden durchaus positiv auf das Wachstum der Reben auswirkt, die die im Boden gespeicher- ten Nährstoffe und Mineralien damit gut aufnehmen können. Die Ortenau ist vorwiegend eine Riesling-Region, aber auch die Heimat des Spätburgunders. Der Riesling gerät auf den Gneis- und Granitverwitterungsböden in der Ortenau meist markant mineralisch, duftig und frisch. Der Riesling wird in der Ortenau auch Klingelberger genannt; dies ist die Bezeich- nung eines sehr hochwertigen Rieslings, der vornehmlich in Durbach gedeiht. Markgraf Karl Friedrich ließ im Jahre 1776 auf der Gemarkung Klingelberg nahe seines Schlosses Staufenberg bei Durbach mehr als 8.000 Rieslingstöcke anpflanzen. Das vergleichsweise raue Klima in den oberen Weinlagen wird ausgeglichen durch den reichen minerali- schen Boden und ist damit sehr günstig für den Riesling. Die Ortenau ist Badens größtes zusammenhängendes Riesling- Anbaugebiet. Mit mehr als 45 % ist der Spätburgunder jedoch die häufigste Weinsorte in der Ortenau. Er wächst gerne auf fetteren Böden mit vielen Sandanteilen. Der feurige Rotwein zeichnet sich aus durch samtige Tamine, dunkle Beerennuancen und extraktreichem Bukett. Die Ortenau – ein Paradies für Hochprozentiges Schöne reife Trauben Zum Wohl!
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ0ODk0