Die Genießerregionen
162 en Anfang macht die Fantasie. Dann kommt Handwerkskunst ins Spiel. Und am Schluss steht die pure Freude. Denn nach Walzen und Biegen, Feilen und Hämmern erwacht aus bloßem Material ein individuelles Schmuckstück zum Leben. „Es ist eine fast meditative, entspannende Arbeit. Und beglückend, weil das Handwerkliche und das Kreative Hand in Hand gehen“, sagt Goldschmiedemeisterin Andrea Kuhn. Dabei komme es nicht so sehr darauf an, das perfekte Schmuckstück an sich zu gestalten, sondern das jeweils perfekte für die jeweilige Kundin. Denn: „Schmuck ist sehr persönlich, emotional, die Trägerin hat eine enge Beziehung zu ihm“. Deshalb legt die Goldschmiedemeisterin höchsten Wert auf Beratung – gerne nach Vereinbarung –, die ein Stückweit auch psycho- logische Fähigkeiten erfordert: Will die Kundin ein Statement setzen oder bevorzugt sie das Understatement? Geht es um Anlass- oder Alltags-Schmuck? Soll das gute Stück als Solitär auffallen oder eher unkompliziert zum Tragen und Kombinieren sein? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, bringt Andrea Kuhn die Wünsche in Form – als Unikat, als Schmuck nach Maß. Natürlich mit Anprobe, wie bei Mode nach Maß. Das gilt übrigens auch dann, wenn alter Schmuck neu in Szene gesetzt wird. Apropos: Es lohne sich immer, aus Altem etwas Neues zu gestalten, „zum einen im Sinne der Nachhaltigkeit, zum anderen in der Freude darüber, dass es Sachen gibt, die alles überdauern“. Die Kunst des Schmuckhandwerks erlernte Andrea Kuhn in ihrer Heimatstadt Schwäbisch-Gmünd, in der familieneigenen Firma. Nach Stationen in Ulm, Esslingen und New York machte sie sich 1990 in Offenburg selbstständig. Warum Offenburg? Sie wollte im Süden Deutschlands arbeiten, in einer kleineren Stadt. Als sie sich Offenburg anschaute, D Schmuckstücke mit Stil und Gefühl Andrea Kuhn Schmuck
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